GERD JANSON & THOMAS HAMMANN / runningback, larj

Unser Freund Rainer T. aus F. hat uns mal gesagt, man sollte immer mit einem lauten Bang! enden, er hält nichts von leise ausfaden. In Ordnung. Wir verabschieden uns in eine kleine Sommerpause für unsere Indoor-Partys dann auch eher laut als leise am nächsten Freitag, 22. Juli, mit GERD JANSON und THOMAS HAMMANN. Der erste Gast, der Jago erklärt, was "Pokemon Go" sein soll, bekommt ein Bier von ihm.

GERD JANSON (Running Back, Robert Johnson)
THOMAS HAMMANN (Workshop, Robert Johnson)
VOGEL & JAGO (Fettschmelze)

„I believe a good record stays a good record, no matter what. I really don’t give a rats ass if the record no longer is cool: if I feel like playing it, then I’ll do so at any time."
- Thomas Hammann

Wir begrüßen das gut gereifte DJ Team der ‚Liquid’-Nächte im Robert Johnson, GERD JANSON und THOMAS HAMMANN. Grundsätzlich können sich die beiden nicht einigen, wer von beiden der bessere DJ ist. Ein gutes Zeichen aber: Gerd sagt Thomas, und Thomas sagt Gerd. Beiden muss man eigentlich glauben, also bleibt die tolle Nachricht, dass sie das Herz am richtigen Fleck und wir ein Programm haben, von dem man sagen kann - keiner besser als der andere.  
Als bescheidener Mensch mit ausgebildetem Bullshit-Radar mag es GERD JANSON wohl überhaupt nicht, wenn man seine Profession als mehr darstellt, als sie in seinen Augen ist. „Boom Boom for drunk people“ hat er das einmal genannt. Diese Bescheidenheit können wir ihm leider nicht durchgehen lassen. Auch wenn ihm die Dinge „nur so zufallen“, können es keine Zufälle sein: Resident im Robert Johnson in Offenbach, der Panorama Bar in Berlin und des legendären Trouw in Amsterdam. Betreiber des erfolgreichen Labels Running Back (‚Ragysh’… anyone?). Mittlerweile auf der ganzen Welt unterwegs mit gefühlten 200 Gigs im Jahr. RA Top 100 DJs. Ok, who cares, viel wichtiger als all das: der verdiente Ruf zurückhaltend und stur sein Handwerk zu perfektionieren. Mit ansteckendem Enthusiasmus und einer ungebrochenen Neugier. Ob er es hören will oder nicht, er hat sich damit etwas erarbeitet, was man nur bei einer handvoll DJs zu hören bekommt: Tracks verändern sich in seinen Händen vollkommen, aus Reihenfolge, Mix und Technik ergibt sich Neues, ein Ganzes, wo vorher nur einzelne Platten waren. Jaja, ok - „Boom Boom for drunk people.“  
Eine kurioses Verhältnis ist das dann schon, wenn Gerd über seinen Freund und DJ Kollegen THOMAS HAMMANN (Workshop, Robert Johnson) sagt, er sei sowieso der bessere DJ und das Vorbild für seine persönliche Imitation eines guten Disc-Jokeys. Thomas betrieb jahrelang den Darmstädter Plattenladen Pentagon und ist derjenige, der seine Einladung ins Robert Johnson schlichtweg mit seinem besten Kunden Gerd Janson teilte. Zusammen schwitzten die beiden dann mit Leuten wie Moodyman, Theo Parrish oder Maurice Fulton. Vollkommen unbemerkt hat Thomas dann 2012 noch das wunderschöne Stück „Retina Dreams“ auf Workshop rausgebracht. Wird der eine öfters als „worst kept secret“ der Tanzmusik bezeichnet, ist Thomas tatsächlich noch eines der „best kept secrets“ und hat man ihn einmal im Robert Johnson auflegen gehört, wundert man sich, ob das einzige, was seine von Gerds Laufbahn unterscheidet, doch nur ein paar Zufälle sind.


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