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12.02.2016 / BARNT - Magazine, Kompakt Köln &
support: FRIDAY DUNARD - Syff, Köln

Barnt (Magazine, Kompakt, Köln)
FRIDAY DUNARD (nil, syff, Köln)
JAGO (Fettschmelze, Being Broke)
HENDRIK VOGEL (Fettschmelze, Big Bait)

I think that many of the DJs out there seem to narrow their style to too few parameters. They play either hard or poppy or underground, etc. For me it has to be all in there. The tenderness, the brutality. Complex rhythms, simple patterns. Fun and tragedy.
— Barnt im Gespräch mit Soundwall.it

Irgendetwas stimmt da nicht. Über einen Barnt Track im vollen Lauf einer Nacht zu stolpern, kann das gewohnte, vorhersagbare Spiel der Emotionen ins Wanken bringen. Dada, Melancholie, Zweifel - selten fühlt man sich im Club dort hinein fallen. Auf der Suche nach Frische und nach dem Neuem richten sich Barnts energetische, minimalitische Gesten direkt an den Wahnsinn einer Menge Menschen bei Nacht. Und die spiegelt nicht nur stumpfe Feierwut. Da ist Albernheit, natürlich ist das Traurigkeit, natürlich ist da Euphorie; Zärtlichkeit aber auch Brutalität. MAGAZINE und die in dem Kölner Kollektiv vereinten Kollaborateure (unter ihnen Wolfgang Voigt, Jörg Burger, The Field uvm.) liefern die nährende Atmosphäre, für diese künstlerische Offenheit. Das Label ist bei Veröffentlichung 13 angekommen - Barnts Album. Die Cover schöpfen aus dem Fotoarchiv der Künstler und deuten auf die starke gedankliche Verwicklung mit den anderen Künsten hin, die Musik mit der Verwicklung von Krautrock, Berlin-School, Rave und elektronischen Experimenten. Barnts eigener Katalog beginnt auch hier mit MAGAZINE 2 und dem, unglaublich, ersten Trip „Collection“. Es folgen Arbeiten, die mit melodischer Spannung („Hark“, MULE MUSIQ), mal kindlich-lachend („Geffen“, CÓMEME), mal intensiv-ravig („Proseco“, HIVERN DISCS) oder ganz maschinell („Chappel“, HINGE FINGER) den Teil der Seele zu treffen scheinen, den so viel elektronische Musik verlässlich verfehlt.  

Undenkbar diese Nacht ohne Strickpulli-Raver, Inka-Lyriker und Syff-Kumpane FRIDAY DUNARD (nil, syff) zu bestreiten. In Köln Fuß gefasst, aber in Karlsruhe nicht losgelassen, rufen wir ihn ein weiteres mal in die Marsschmelze, bevor für ihn Gigs im Düsseldorfer Salon des Amateurs und im Kölner Geneva anstehen.

Einlass ab 22 Uhr.
Eintritt: 10€

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